ADRIAN GASPAR IMPROVISION /// HOT_CLUB /// 23. April – 20:30

30. März 2015

AGIHC_webDie junge Musikgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, den “europäischen“ Jazz weiterzuführen, den Django Reinhardt mitbegründet hat; er gehörte zur Volksgruppe der Sinti und Rroma, so auch die Mitglieder dieses Projektes.Man übernimmt dieses Konzept und spielt mit traditionellen Themen aus der Rroma und Sinti Kultur, teilweise durch die Region des Balkan erweitert – Gaspar stammt aus Rumänien. Die Fusion von klassischen Formen, exotischen unsymmetrischen Rhythmen und teilweise auch bekannten Melodien aus Jazz, Soul, Pop wird hier als ein Ganzes arrangiert und (damit) „gespielt“ – im wahrsten Sinne des Wortes.Ein Film-Ausschnitt aus der Doku „making of suno“ zeigt, wie das Projekt entstanden ist, nämlich durch einen Traum, „suno.“

ADRIAN GASPAR :: PIANO – DAMIAN DUDU :: VIOLIN – CHEKEL FRANZ :: GUITAR – NINO FRANZ :: GUITAR – NANDO FRANZ :: ACCORDION – DANJETO WEISS :: GUITAR  – PAVEL SEVEN :: DOUBLEBASS

Doors: 20:00 Stage: 20:30 – 8 € (erm. 5 €)

Veranstalter: Stadtjugendring Regensburg mit freundlicher Unterstützung von VVN-BdA Regensburg, GEW Regensburg, SJD-Die Falken KV Regensburg, Bund für Geistesfreiheit, Pax Christi

Konzert im Rahmen des Gedenkwegs am 23. April 2015

 

23. April Begleitprogramm

23. März 2015

Weitere Veranstaltungen https://gedenkweg.wordpress.com/

16. April – 19:00 Uhr – EBW – Bonhoeffersaal, Am Ölberg 2 Eintritt frei

Buchvorstellung

Matthias Bahr/Peter Poth (Hrsg.): „Hugo Höllenreiner. Das Zeugnis eines überlebenden Sinto“

Die Publikation widmet sich ausgehend von der Person sowie dem Wirken Hugo Höllenreiners der Bildungs- und Erinnerungsarbeit „unter dem Schatten“ von Auschwitz. Mit Ernst Grube, selbst NS-Überlebender und aktuell Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, wird ein weiterer Autor an der Veranstaltung mitwirken.

20. April – 18:00 Uhr – Dachauplatz 

Antifaschistische Stadtführung

In einem Stadtrundgang von ca. 1,5 Stunden schauen wir uns gemeinsam die bekannten und unbekannten Orte der Naziherrschaft und des Widerstandes in Regensburg an. Wir werden herausfinden, wo der Faschismus in Regensburg Spuren hinterlassen hat, wie der Widerstand in Regensburg aussah und warum Regensburg die einzige Stadt in Deutschland ist, die einen Dachauplatz hat. SJD-Die Falken 

21. April – 19:00 Uhr – EBW, Am Ölberg 2 – Eintritt frei

Zeitzeugengespräch

mit Zbigniew Kołakowski

Zbigniew Kołakowski, Überlebender des Außenlagers Colosseum des KZ Flossenbürg, berichtet über das Lager und den Todesmarsch. Mit Filmdokument „Befreiung Regensburgs“ und Ausstellung ERINNERUNG. ArGe ehem. KZ Flossenbürg 

22. April – 20:00 Uhr – Wintergarten – Kino im Andreasstadl – Eintritt 5 €

SONY DSCFilm „Dui Rroma“

mit dem Auschwitz-Überlebenden Hugo Höllenreiner, dem Komponisten Adrian Gaspar und der Regisseurin Iovanca Gaspar

  Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer kreativen Freundschaft: Hugo Höllenreiner, ein achtzigjähriger deutscher Sinto, der die Terrorherrschaft der Nazis und das KZ Auschwitz überlebt hat, begegnet dem jungen rumänischen Komponisten Adrian Gaspar. Angerührt von der Leidensgeschichte des Älteren, setzt sich Adrian mit den Erzählungen Hugos musikalisch auseinander. Stadtjugendring Regensburg, VVN-BdA

23. April – 20:30 Uhr Konzert –Leerer Beutel

11049483_10153249347048254_6808540397730655970_nADRIAN GASPAR IMPROVISION /// HOT_CLUB

Die junge Musikgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, den “europäischen“ Jazz weiterzuführen, den Django Reinhardt mitbegründet hat; er gehörte zur Volksgruppe der Sinti und Rroma, so auch die Mitglieder dieses Projektes. Man übernimmt dieses Konzept und spielt mit traditionellen Themen aus der Rroma und Sinti Kultur, teilweise durch die Region des Balkan erweitert – Gaspar stammt aus Rumänien. Die Fusion von klassischen Formen, exotischen unsymmetrischen Rhythmen und teilweise auch bekannten Melodien aus Jazz, Soul, Pop wird hier als ein Ganzes arrangiert und (damit) „gespielt“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Film-Ausschnitt aus der Doku „making of suno“ zeigt, wie das Projekt entstanden ist, nämlich durch einen Traum, „suno.“

Eintritt: AK 8 € (ermäßigt: 5 €); VVK über den Veranstalter: Stadtjugendring Regensburg,

in Zusammenarbeit mit Bund für Geistesfreiheit,Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Regensburg, Pax Christi Regensburg, SJD-Die Falken KV Regensburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, gefördert vom Gerda-Weber-Fond des Landesverbands Bayern der VVN-BdA.

Weitere Veranstaltungen und Informationen unter:            https://gedenkweg.wordpress.com/

Gedenkweg für die Opfer des Faschismus

23. März 2015

Donnerstag, 23. April 2015

Beginn 18:00 Uhr, Stadtamhof

„Im Gedenken an die Naziopfer – seid heute wachsam!“

https://gedenkweg.wordpress.com/

Seit Jahrzehnten wird der 23. April in Regensburg als Mahn- und Gedenktag begangen. Erinnert wird an Naziverbrechen an den historischen Tatorten. Gedacht wird der Opfer dieser Verbrechen. Seit vielen Jahren getrennt bei zwei Veranstaltungen. 70 Jahre nach den historischen Ereignissen gedenkt die Stadt Regensburg erstmals gemeinsam der Opfer von Widerstand und Verfolgung. In der Vorbereitung engagierten sich beide Seiten der bisher getrennten Gedenkfeiern. Der Oberbürgermeister der Stadt Regensburg wird den Gedenkweg am Colosseum eröffnen und auf dem Dachauplatz beschließen. Die Stadt Regensburg ist Veranstalter des Gedenkwegs 2015. Überlebende des Naziterrors werden als Ehrengäste der Stadt Regensburg an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.

Stationen

Colosseum

Denkmal in Stadtamhof Vor 70 Jahren, in der Nacht vom 22. auf den 23. April 1945, begann für die Überlebenden des „Colosseums“, Außenlager des KZ Flossenbürg, der letzte Marsch. 400 Gefangene traten den Todesmarsch über die Steinerne Brücke an. Nur wenige erlebten ihre Befreiung sieben Tage später, am 1. Mai bei Laufen an der Salzach. Oberbürgermeister Joachim Wolbergs eröffnet den Gedenkweg 2015. Es sprechen Dr. Hans Simon-Pelanda und Zbigniew Kołakowski, Überlebender des Colossem. Die Station wird von der ArGe ehem. KZ Flossenbürg e.V. gestaltet.

Dom Westportal 11024689_809209659176840_1404964804213036336_n

Gedenken für Domprediger Dr. Johann Maier, Michael Lottner, Josef Zirkl, Johann Igl und alle Opfer der Rechten Gewalt. Zu Ehren der Opfer sprechen Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss. Die Station wird von der katholischen und der evangelisch-lutherischen Kirche gestaltet.

Neupfarrplatz Tafel Waller 033

Wir gedenken der Opfer der „Neupfarrplatzgruppe“: Josef Bollwein, Postfacharbeiter; Johann Eibl, Vorarbeiter; Josef Haas, Invalide; Franz Herzog, Arbeiter; Johann Kellner, Arbeiter; Max Massinger, Gastwirt; Johann Schindler, Kasseninspektor; Georg Zaubzer, städt. Arbeiter. Sie wurden ermordet, weil sie sich gegen den Krieg und für die Beseitigung des NS-Regime äußerten. Es spricht Christian Dietl, Deutscher Gewerkschaftsbund, Regionsgeschäftsführer Oberpfalz Die Station wird vom Deutschen Gewerkschaftsbund gestaltet.

Jüdische GemeindejüdGemeinde 2

Wir gedenken der 400 Regensburger Jüdinnen und Juden, sie wurden enteignet, beraubt und verschleppt. An die 250 wurden ermordet. Im April 1942 fand die erste, im April 1945 die letzte Deportation statt. Die Synagoge wurde 1938 zerstört. Es spricht Rabbiner Josef Chaim Bloch. Lied „Zog Nit Kein‘ mol“ Die Station wird von der Jüdischen Gemeinde Regensburg gestaltet.

Gedenktafel für Wolfgang Waller, Minoritenweg 9WallerTafel-20012006

Wolfgang Waller, Häftling mit dem lila Winkel der Zeugen Jehovas, starb als christlicher Märtyrer am 6. Juli 1940 im KZ Mauthausen. Drei aktive Gruppen der Ernsten Bibelforscher leisteten in Regensburg Widerstand gegen das NS-Regime und verweigerten den Kriegsdienst. Es spricht Peter Lorenz-Uttendorfer. Die Station wird von Jehovas Zeugen gestaltet .

Dachauplatz

Dachauplatz

Dachauplatz

In Erinnerung an die Frauendemonstration für die kampflose Übergabe der Stadt gedenken wir der Opfer des 23. April 1945: Dr. Johann Maier, Domprediger (39); Josef Zirkl, Lagerarbeiter (70); Michael Lottner, Hauptwachtmeister a.D. (46) und aller Opfer des Faschismus. Es sprechen Luise Gutmann, VVN-BdA, und Auschwitz-Überlebender Hugo Höllenreiner. Lied „Die Moorsoldaten“ Schlusswort: Oberbürgermeister Joachim Wolbergs

Ostermarsch im Städtedreieck Karsamstag, 4. April 2015

23. März 2015

14:00 Uhr vor dem Rathaus, Maxhütte-Haidhof

14.25 Uhr Platz der Freiheit, Teublitz

16:00 Uhr vor der Rathaus Burglengenfeld

Die Friedensbewegung ruft auf, bei den Ostermärschen mitzugehen und Frieden und Abrüstung einzufordern. Sie fordert zivile Konfkliklösung, Verbot militärischer Werbung in Schulen und Bildungsmessen, Abschaffung der Bundeswehr, Konversion der Rüstungsindustrie und Rückgabe militärisch genutzter Flächen an die Bevölkerung. Im Städtedreieck wird am Karsamstag, 4. April 2015, der Ostermarsch traditionel in Form einer Radrundfahrt durchgeführt. Eine motorisierte Begleitung ist natürlich genauso möglich. Start ist um 14.00 Uhr vor dem Rathaus in Maxhütte-Haidhof. Erste Station ist gleich darauf ein Friedensgebet in der ev. Segenskirche in Maxhütte-Haidhof mit Herrn Pfarrer Theis. Dann geht es weiter nach Teublitz, wo um ca. 14.25 Uhr mit Herrn Pfarrer Hirmer auf dem Platz der Freiheit ein weiteres Friedensgebet gesprochen wird. Der Abschluß ist um ca. 16.00 Uhr vor der Rathaustreppe in Burglengenfeld. Wie bei Radtouren üblich, kann es immer zu zeitlichen Verschiebungen kommen.

Vor 70 Jahren ging der bislang mörderischte Krieg seinem Ende entgegen. Doch die Lehren aus diesem Gemetzel sind anscheinend von Regierenden und Mächtigen in unserem Land vergessen worden. Bei dem Auftrag, Frieden und zivile Gesellschaft aufzubauen, ist die Bundeswehr sowohl im Kosovo als auch in Afghanistan gnadenlos gescheitert. Trotzdem wird sie als Hoffnungsträger für andere Konflikte bezeichnet. Sie wird zu Schulen und Bildungsmessen eingeladen und darf mit Benefizkonzerten für’s Töten werben. Der Friedensbewegung wird der Zugang verwehrt, damit sie keine Alternativen für zivile Konfliktlösung aufzeigt. Rüstungsprojekte laufen stets aus dem finanziellen Ruder und werden doch bezahlt, das Geld fehlt dann in so vielen zivilen Angelegenheiten. Rüstungsbeschäftigte brauchen zivile Alternativen. Halbe Landkreise, landschaftlich einmalig, ebenso wie die Tier- und Planzenwelt, werden vom Militär als ihr Gebiet beansprucht, zerschossen und mit Drohnen überflogen. Und gehörten doch eigentlich der oberpfälzer Bevölkerung.Es ist Zeit, dem Allmachtsanspruch des Militärs eine Alternative entgegenzustellen.

Gedenkakt in Sokolov am 5. Mai 2015

19. März 2015

1485887_10206011012304139_3408044571638195330_o 15:30 Uhr, Jüdischer Friedhof, Sokolov, ulicí K.H.Borovského Gedenkakt zur Enthüllung der Namenstafeln. Die neuen Tafeln tragen Namen der Frauen, die auf dem Todesmarsch getötet wurden. (Todesmarsch Grünberg – Helmbrechts – Zwodau (Svatava bei Sokolov) – Wallern (Volary)) 17:30 Uhr, Aula, Gymnasium Sokolov, Husitská 2053 Buchvorstellung Vladimíra Bružeňáka:    Ve stínu Krušných hor. (Im Schatten des Erzgebirges – über Konzentrationslager und Todesmärsche im Gebiet von Karlsbad)

Demonstration anlässlich der NATO-Sicherheitskonferenz am 07.02.2015, München Marienplatz 13:00 Uhr

31. Januar 2015

Kriegsvorbereitung einstellen, Frieden in Europa sichern! Mehr denn je seit dem Ende des Kalten Krieges haben wir Anlass zur Sorge um den Frieden in Europa. Mit dem 2-plus-4-Vertrag, der die Vereinigung der beiden deutschen Staaten erst möglich gemacht hat, sollte die Block-Konfrontation enden. Wesentliche Bedingung von Seiten der damaligen Sowjetunion war die Zusage, dass der Osten Deutschlands atomwaffenfrei bleiben sollte und die NATO keine Erweiterung bis an die Grenzen der Sowjetunion anstrebe. Im „Gemeinsamen Europäischen Haus“ sollten alle Staaten in Sicherheit zusammen leben. Seitdem haben sich NATO und EU Schritt für Schritt an die heutigen Grenzen Russlands heran erweitert. Mit der Einbeziehung der Ukraine in EU und NATO-Strategie wurde eine neue explosive Situation geschaffen. Die EU ist in diesem Konflikt kein Vermittler, sondern (Mit-)Verursacher. Die Bundesregierung muss in dieser Situation ihre historische Verantwortung für den Frieden in Europa wahrnehmen. Wir fordern deshalb von der Bundesregierung, sich an die Zusagen an Michail Gorbatschow zu erinnern und die russischen Sicherheitsinteressen ernst zu nehmen. Das bedeutet:

  • Keine weitere Ausweitung der NATO nach Osten!
  • Keine provozierenden Manöver an den russischen Grenzen!
  • Schluss mit antirussischer Propaganda und Drohgebärden
  • Einspruch gegen die Eskalationsstrategie, die besonders von Polen und den baltischen Staaten gefordert und von NATO-Generalsekretär Stoltenberg aufgegriffen wird!
  • Kein Schulterschluss mit der ukrainischen Regierung, die sich politisch und militärisch auf die reaktionärsten Kräfte des Landes unter Einschluss faschistischer Parlamentarier und Milizen stützt!

Es drängt sich der Verdacht auf, dass die gefährliche Situation in der Ukraine genutzt werden soll, um mit der Neuaufstellung der „Speerspitze“ genannten multinationalen Eingreiftruppe unter deutscher Führung der von Bundespräsident Gauck mehrfach geforderten „Übernahme von mehr Verantwortung“ näher zu kommen. Wir sagen NEIN zur weiteren Militarisierung der deutschen Politik! Schluss mit den Auslandseinsätzen! Abrüstung statt Interventionsarmee! Kein Werben für´s Töten und Sterben! Dort, wo künftige Kriege vorbereitet werden, werden wir gemeinsam mit unseren Freunden aus der Friedensbewegung Widerstand leisten.   Mit diesen Forderungen beteiligen wir uns an der Demonstration und Kundgebung anlässlich der NATO-Sicherheitskonferenz am 7./8. Februar 2015 in München. Samstag, 07. Februar ab 12:30 Uhr Vorprogramm am Marienplatz mit den Ruam, 13.00 Uhr Auftaktkundgebung. Es sprechen Walter Listl, Aktionsbündnis gegen die SIKO und Erban Ayboga, Tatort Kurdistan. Anschließend Demonstration durch die Innenstadt, ca. 15:00 Uhr Abschlusskundgebung am Marienplatz mit Rede von Sevim Dagdelen, MdB. Ausklang mit Konstantin Wecker und Freunden.

Donnerstag, 29.01.15 Gewerkschaftshaus 19:00 Uhr: Vortrag von Jörg Kronauer

8. Januar 2015

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Namensstreit um NS-Bürgermeister Hans Herrmann

15. Oktober 2014

Ernst-Grube2 Ernst Grube, Landesvorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung bayerische Gedenkstätten äußerte sich gegenüber regensburg-digital höchst kritisch über die Stellungnahme zu dem Regensburger NS-Bürgermeister und späteren CSU-Oberbürgermeister, die Stadtheimatpfleger Werner Chrobak und Professor Bernhard Löffler verfasst haben. Der Tatsache, dass Hans Herrmann das Grundstücksreferat leitete, messen die Verfasser keine weitere Bedeutung bei, obwohl klar ist, dass Herrmann damit für die Arisierung in Regensburg die Verantwortung trug. Dazu Ernst Grube, der als Kind die systematische Ausgrenzung und Entrechtung der Juden im NS-Staat am eigenen Leib erfahren hat: „Es wird mit keinem Wort erwähnt, dass jede Enteignung jüdischen Eigentums über Herrmanns Schreibtisch gegangen ist. Dabei hatte diese Arisierung eine brutale Bedeutung: Sie hat die Existenz der Menschen zerstört. Sie war Bestandteil der systematischen Ausgrenzung, ohne die es keine Deportationen und keinen Holocaust hätte geben können“. Auslöser des erneut aufflackernden Namensstreits um die Hans-Herrmann-Schulen war eine Empfehlung des Kultusministeriums vor gut einem Jahr. Der Spaenle-Wink mit dem Zaumpfahl – samt Hinweis auf Arisierung – bewirkte nicht viel. Zum Kapitel Arisierung sagen die beiden Historiker lediglich, dass die Grundstücksakten der NS-Zeit „für die Stellungnahme nur punktuell in Augenschein genommen und keineswegs aufgearbeitet werden“ konnten. So wird man die Schande nicht los.

Freitag, 19.09.14 Gewerkschaftshaus 19:00 Uhr: In Italien verurteilt – in Deutschland verjährt

22. August 2014

Über das ungesühnte SS-Massaker in Sant’Anna di Stazzema

Referent: Hermann G. Abmayr, Journalist und Filmemacher aus Stuttgart

Im Morgengrauen des 12. August 1944 dringen mehrere Kompanien der 16. Panzergrenadierdivision „Reichsführer SS“ aus vier Richtungen in das Bergdorf  Sant’Anna di Stazzema in der Toskana ein. Als sie nach wenigen Stunden den Ort verlassen, liegen 400 Menschen tot auf dem Boden oder in den Trümmern ihrer Häuser – durchsiebt von Maschinengewehrsalven, verstümmelt, verbrannt. Frauen, alte Männer und über hundert Kinder; das jüngste war 20 Tage alt.

Jahrzehntelang lebten die SS-Mörder unbehelligt in Westdeutschland. Manche gaben Interviews, berichteten von dem Massaker und ihrer Rolle. Erst Ende 2002 nimmt die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Verfahren gegen 17 Beschuldigte auf.

2004 und 2005 klagt die italienische Justiz an. Das Gericht in La Spezia verurteilt zehn der beteiligten SS-Männer wegen hundertfachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. In Abwesenheit. Deutschland lieferte die Mörder nicht aus.

2012 stellte Oberstaatsanwalt Bernhard Häußler in Stuttgart nach zehn Ermittlungsjahren das Verfahren gegen die SS-Mörder ein. Verjährt – das Massaker wäre „spontan“ vor Ort „passiert“.

Der Fall Sant’Anna ist zum Politikum geworden.

Eine Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Regensburg, SJD Die Falken Bezirk Niederbayern / Oberpfalz, ver.di Oberpfalz Jugend in Kooperation mit Rosa Luxemburg Stiftung Bayern Kurt Eisner Verein.Logo-Block-unten-RGB

Shortcut to Justice Dokumentarfilm, Freitag, 13.06.14 um 19:15 Uhr, Andreasstadel

2. Juni 2014

shortcut_plakat_webDer Dokumentarfilm Shortcut to Justice erzählt die Geschichte der „Frauen für Gerechtigkeit“ und die Geschichte der „Nari Adalat“ Frauen, die in Gujarat und anderen indischen Bundesstaaten aktiv sind. Die „Frauen für Gerechtigkeit“ und die „Nari Adalat“ Frauen wehren sich couragiert und solidarisch gegen Unrecht und Gewalt.

Die Vereinten Nationen und medica mondiale setzen den Film in vielen Ländern für die Frauen- und Menschenrechtsarbeit ein. Wir zeigen den Dokumentarfilm von Sybille Fezer und Daniel Burkholz in der erweiterten Neufassung von 2014 (54 Minuten). Sybille Fezer ist Filmemacherin, Frauen- und Menschenrechtsexpertin. Daniel Burkholz ist Filmemacher und Rechtsanwalt.

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