Regensburg, 09.08.2015. –Der Internationale Kultur- und Solidaritätsverein IKS wurde Ziel rassistischer und hetzerischer Artikel und Kommentare der Facebook Seite vonRegensburg Haber. Betroffen sind auch die HDP Regensburg so wie der bekannte Regensburger Geschäftsmann Haritun Sarik. Der IKS klärte die Regensburger Öffentlichkeit im Detail darüber auf, dass und wie Regensburg Haber denVölkermord an den Armenier_innen leugnet und gegen Menschen und Gruppen hetzt, die diesen Genozid beim Namen nennen, oder die türkische Regierungspolitik kritisch sehen. Gleichzeitig wies der IKS nach, dass die deutschsprachigen mit den türkischsprachigen Artikeln von Regensburg Haber so gut wie nichts zu tun haben, was irreführender Weise dazu dient, dass Regensburg Haber sich als Beispiel von Integration darstellt. Wir schätzen die Aufklärungsarbeit des Internationalen Kultur- und Solidaritätsvereins sehr und bedanken uns ausdrücklich dafür. Als Antifaschisten weisen wir den Geschichtsrevisionismus, der den Völkermord an den Armenier_innen leugnet, nachdrücklich zurück. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf den deutschen Beistand bei diesem Völkermord im Schatten des Ersten Weltkrieges. Er gehört zu Herkunft und Erbe des Deutschnationalismus, des Nazifaschismus und der Wehrmacht. Das gilt besonders für die rassistischen Züge eines völkischen Nationalismus, mit denen Hemmungen gegenüber der systematischen Ausgrenzung und Vernichtung großer Menschengruppen beseitigt wurden. Eine ihres humanistischen Anspruchs bewusste antifaschistische Bewegung hat den Völkermord von 1915 als solchen vorbehaltlos zu benennen. Sie ist seinen Opfern die Wahrheit über ihr Schicksal und ihren Platz in der Erinnerungskultur der Menschheit schuldig. Die VVN-BdA Regensburg stellt sich gegen die rassistische Hetze, die üblen Verleumdungen und Diffamierungen durch Regensburg Haber und solidarisiert sich mit den Betroffenen, dem Internationalen Kultur- und Solidaritätsverein, der HDP Regensburg und Herrn Haritun Sarik. Luise Gutmann, Vorsitzende Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Kreisvereinigung Regensburg
VVN-BdA Regensburg verurteilt rassistische Äußerungen der Facebook Seite Regensburg Haber und solidarisiert sich mit den Betroffenen
11. August 2015
Wie kam der 23. April 1945 ins kollektive Gedächtnis der Stadtgesellschaft?
9. Juni 2015
Ausgebucht seit 25. Juni
wir führen eine Warteliste und bitten, um Mitteilung, falls jemand, der angemeldet ist, nicht kommen kann.
40 Jahre Erinnerungskultur
Reflexion zum Regensburger Gedenktag für die Opfer des Faschismus
Freitag, 31. Juli 2015, 14 bis 20:30 Uhr, Andreasstadel, Andreasstraße 28, 93059 Regensburg – Anmeldung erforderlich!
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ADRIAN GASPAR IMPROVISION /// HOT_CLUB /// 23. April – 20:30
30. März 2015
Die junge Musikgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, den “europäischen“ Jazz weiterzuführen, den Django Reinhardt mitbegründet hat; er gehörte zur Volksgruppe der Sinti und Rroma, so auch die Mitglieder dieses Projektes.Man übernimmt dieses Konzept und spielt mit traditionellen Themen aus der Rroma und Sinti Kultur, teilweise durch die Region des Balkan erweitert – Gaspar stammt aus Rumänien. Die Fusion von klassischen Formen, exotischen unsymmetrischen Rhythmen und teilweise auch bekannten Melodien aus Jazz, Soul, Pop wird hier als ein Ganzes arrangiert und (damit) „gespielt“ – im wahrsten Sinne des Wortes.Ein Film-Ausschnitt aus der Doku „making of suno“ zeigt, wie das Projekt entstanden ist, nämlich durch einen Traum, „suno.“
ADRIAN GASPAR :: PIANO – DAMIAN DUDU :: VIOLIN – CHEKEL FRANZ :: GUITAR – NINO FRANZ :: GUITAR – NANDO FRANZ :: ACCORDION – DANJETO WEISS :: GUITAR – PAVEL SEVEN :: DOUBLEBASS
Doors: 20:00 Stage: 20:30 – 8 € (erm. 5 €)
Veranstalter: Stadtjugendring Regensburg mit freundlicher Unterstützung von VVN-BdA Regensburg, GEW Regensburg, SJD-Die Falken KV Regensburg, Bund für Geistesfreiheit, Pax Christi
Konzert im Rahmen des Gedenkwegs am 23. April 2015
23. April Begleitprogramm
23. März 2015
Weitere Veranstaltungen https://gedenkweg.wordpress.com/
16. April – 19:00 Uhr – EBW – Bonhoeffersaal, Am Ölberg 2 Eintritt frei
Buchvorstellung
Matthias Bahr/Peter Poth (Hrsg.): „Hugo Höllenreiner. Das Zeugnis eines überlebenden Sinto“
Die Publikation widmet sich ausgehend von der Person sowie dem Wirken Hugo Höllenreiners der Bildungs- und Erinnerungsarbeit „unter dem Schatten“ von Auschwitz. Mit Ernst Grube, selbst NS-Überlebender und aktuell Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, wird ein weiterer Autor an der Veranstaltung mitwirken.
20. April – 18:00 Uhr – Dachauplatz
Antifaschistische Stadtführung
In einem Stadtrundgang von ca. 1,5 Stunden schauen wir uns gemeinsam die bekannten und unbekannten Orte der Naziherrschaft und des Widerstandes in Regensburg an. Wir werden herausfinden, wo der Faschismus in Regensburg Spuren hinterlassen hat, wie der Widerstand in Regensburg aussah und warum Regensburg die einzige Stadt in Deutschland ist, die einen Dachauplatz hat. SJD-Die Falken
21. April – 19:00 Uhr – EBW, Am Ölberg 2 – Eintritt frei
Zeitzeugengespräch
mit Zbigniew Kołakowski
Zbigniew Kołakowski, Überlebender des Außenlagers Colosseum des KZ Flossenbürg, berichtet über das Lager und den Todesmarsch. Mit Filmdokument „Befreiung Regensburgs“ und Ausstellung ERINNERUNG. ArGe ehem. KZ Flossenbürg
22. April – 20:00 Uhr – Wintergarten – Kino im Andreasstadl – Eintritt 5 €
Film „Dui Rroma“
mit dem Auschwitz-Überlebenden Hugo Höllenreiner, dem Komponisten Adrian Gaspar und der Regisseurin Iovanca Gaspar
Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer kreativen Freundschaft: Hugo Höllenreiner, ein achtzigjähriger deutscher Sinto, der die Terrorherrschaft der Nazis und das KZ Auschwitz überlebt hat, begegnet dem jungen rumänischen Komponisten Adrian Gaspar. Angerührt von der Leidensgeschichte des Älteren, setzt sich Adrian mit den Erzählungen Hugos musikalisch auseinander. Stadtjugendring Regensburg, VVN-BdA
23. April – 20:30 Uhr – Konzert –Leerer Beutel
ADRIAN GASPAR IMPROVISION /// HOT_CLUB
Die junge Musikgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, den “europäischen“ Jazz weiterzuführen, den Django Reinhardt mitbegründet hat; er gehörte zur Volksgruppe der Sinti und Rroma, so auch die Mitglieder dieses Projektes. Man übernimmt dieses Konzept und spielt mit traditionellen Themen aus der Rroma und Sinti Kultur, teilweise durch die Region des Balkan erweitert – Gaspar stammt aus Rumänien. Die Fusion von klassischen Formen, exotischen unsymmetrischen Rhythmen und teilweise auch bekannten Melodien aus Jazz, Soul, Pop wird hier als ein Ganzes arrangiert und (damit) „gespielt“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Film-Ausschnitt aus der Doku „making of suno“ zeigt, wie das Projekt entstanden ist, nämlich durch einen Traum, „suno.“
Eintritt: AK 8 € (ermäßigt: 5 €); VVK über den Veranstalter: Stadtjugendring Regensburg,
in Zusammenarbeit mit Bund für Geistesfreiheit,Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Regensburg, Pax Christi Regensburg, SJD-Die Falken KV Regensburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, gefördert vom Gerda-Weber-Fond des Landesverbands Bayern der VVN-BdA.
Weitere Veranstaltungen und Informationen unter: https://gedenkweg.wordpress.com/
Gedenkweg für die Opfer des Faschismus
23. März 2015
Donnerstag, 23. April 2015
Beginn 18:00 Uhr, Stadtamhof
„Im Gedenken an die Naziopfer – seid heute wachsam!“
https://gedenkweg.wordpress.com/
Seit Jahrzehnten wird der 23. April in Regensburg als Mahn- und Gedenktag begangen. Erinnert wird an Naziverbrechen an den historischen Tatorten. Gedacht wird der Opfer dieser Verbrechen. Seit vielen Jahren getrennt bei zwei Veranstaltungen. 70 Jahre nach den historischen Ereignissen gedenkt die Stadt Regensburg erstmals gemeinsam der Opfer von Widerstand und Verfolgung. In der Vorbereitung engagierten sich beide Seiten der bisher getrennten Gedenkfeiern. Der Oberbürgermeister der Stadt Regensburg wird den Gedenkweg am Colosseum eröffnen und auf dem Dachauplatz beschließen. Die Stadt Regensburg ist Veranstalter des Gedenkwegs 2015. Überlebende des Naziterrors werden als Ehrengäste der Stadt Regensburg an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.
Stationen
Colosseum
Vor 70 Jahren, in der Nacht vom 22. auf den 23. April 1945, begann für die Überlebenden des „Colosseums“, Außenlager des KZ Flossenbürg, der letzte Marsch. 400 Gefangene traten den Todesmarsch über die Steinerne Brücke an. Nur wenige erlebten ihre Befreiung sieben Tage später, am 1. Mai bei Laufen an der Salzach. Oberbürgermeister Joachim Wolbergs eröffnet den Gedenkweg 2015. Es sprechen Dr. Hans Simon-Pelanda und Zbigniew Kołakowski, Überlebender des Colossem. Die Station wird von der ArGe ehem. KZ Flossenbürg e.V. gestaltet.
Dom Westportal 
Gedenken für Domprediger Dr. Johann Maier, Michael Lottner, Josef Zirkl, Johann Igl und alle Opfer der Rechten Gewalt. Zu Ehren der Opfer sprechen Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss. Die Station wird von der katholischen und der evangelisch-lutherischen Kirche gestaltet.
Neupfarrplatz 
Wir gedenken der Opfer der „Neupfarrplatzgruppe“: Josef Bollwein, Postfacharbeiter; Johann Eibl, Vorarbeiter; Josef Haas, Invalide; Franz Herzog, Arbeiter; Johann Kellner, Arbeiter; Max Massinger, Gastwirt; Johann Schindler, Kasseninspektor; Georg Zaubzer, städt. Arbeiter. Sie wurden ermordet, weil sie sich gegen den Krieg und für die Beseitigung des NS-Regime äußerten. Es spricht Christian Dietl, Deutscher Gewerkschaftsbund, Regionsgeschäftsführer Oberpfalz Die Station wird vom Deutschen Gewerkschaftsbund gestaltet.
Jüdische Gemeinde
Wir gedenken der 400 Regensburger Jüdinnen und Juden, sie wurden enteignet, beraubt und verschleppt. An die 250 wurden ermordet. Im April 1942 fand die erste, im April 1945 die letzte Deportation statt. Die Synagoge wurde 1938 zerstört. Es spricht Rabbiner Josef Chaim Bloch. Lied „Zog Nit Kein‘ mol“ Die Station wird von der Jüdischen Gemeinde Regensburg gestaltet.
Gedenktafel für Wolfgang Waller, Minoritenweg 9
Wolfgang Waller, Häftling mit dem lila Winkel der Zeugen Jehovas, starb als christlicher Märtyrer am 6. Juli 1940 im KZ Mauthausen. Drei aktive Gruppen der Ernsten Bibelforscher leisteten in Regensburg Widerstand gegen das NS-Regime und verweigerten den Kriegsdienst. Es spricht Peter Lorenz-Uttendorfer. Die Station wird von Jehovas Zeugen gestaltet .
Dachauplatz
In Erinnerung an die Frauendemonstration für die kampflose Übergabe der Stadt gedenken wir der Opfer des 23. April 1945: Dr. Johann Maier, Domprediger (39); Josef Zirkl, Lagerarbeiter (70); Michael Lottner, Hauptwachtmeister a.D. (46) und aller Opfer des Faschismus. Es sprechen Luise Gutmann, VVN-BdA, und Auschwitz-Überlebender Hugo Höllenreiner. Lied „Die Moorsoldaten“ Schlusswort: Oberbürgermeister Joachim Wolbergs


